Wenig überraschend sind Farben und Licht wesentliche Gestaltungselemente in der Fotografie. Die Diskussion unter Fotografen entbrennt dann bei dem Punkt, wie weit darf man eingreifen, um ein Foto aus seiner dokumentarischen Wirkung, der „Wirklichkeit“ des Augenblicks rauszureißen und zu verändern?
Ab wann ist es keine Fotografie mehr, aber wann digitale Kunst? Für mich gibt es klare Regeln: Das Motiv und seine Inhalte bleiben unangetastet. Es darf nichts hinzugefügt oder entfernt werden, was die Kamera gesehen hat. Aus Sicht Motiv bleibt es also 100% dokumentarisch.
Aber bei dem Licht und den Farben bin ich kreativ, lasse ich meine Fantasie spielen, ähnlich wie ein Maler mit den Farben am helllichten Tag eine Nachtszene malen darf. Hier ist meine Stimmung und mein Gefühl für die Farben entscheidend.
Dazu nehme ich keine Kamera internen Profile, es bleibt beim RAW ohne Vorauswahl. Die Kreativität sitzt dann vor dem Bildschirm. Blau eher raus oder weg vom üblichen strahlenden Himmel-Blau, eine Vignette ist oft gern gesehen….ich neige zu dunklen Tönen und Bildern…aber das natürlich nicht immer…
Auch den Kontrast aktiv zu nutzen – hier über das Blau mit Schwerpunkt Hintergrund auf Null ziehen und damit den Grau – Grün Kontrast zu betonen…
Ergibt sich daraus ein persönlicher Stil?
Ich denke schon. Aber die Bilder werden nicht so, damit sie in einen oder meinen Look passen. Sie werden so, weil ich es mag und so die Welt manchmal eben sehen…wenn sich daraus „mein Look“ ergibt…du kannst dir keinen Look suchen – dein Look wird dich finden.
In diesem Sinne allseits gutes Licht und bis die Tage wieder…