Minimalismus ist für mich eine der großen Herausforderungen in der Fotografie.
Wie minimal ist minimal, aber wann ist Minimalismus wirklich Minimalismus und entspricht dem Anspruch, der hinter diesem Wort steckt?
Hier wird natürlich jeder seine eigene Interpretation entwickeln. Bei mir hat es nie die Dominanz entwickelt, die ich mir wünschen würde. Warum? Ich weiß es nicht. Es ist kein Thema für so mal nebenbei. Hier ein Motiv zu sehen und auszugestalten ist genau die Herausforderung, die mir nur selten gelingt. Zumindest nicht unter dem Anspruch, es auch zu veröffentlichen und den eigenen Namen drunter zu schreiben…
Das erste Mal war es übrigens trotzdem reiner Zufall. Auf einem Spaziergang am Horizont und es machte „Klick“ – das ist mein Motiv. Noch etwas warten auf den richtigen Zeitpunkt, und das erste Bild aus dieser Kategorie war im Kasten.
Da war ich schon etwas stolz darauf, auch wenn die handwerkliche Qualität eher meinem frühen Stadium der ernsthaften Fotografie entspricht.
Zurück zu eigentlichen Kernfrage – was zeichnet Minimalismus aus.
Ist das „rein schwarz & weiß“ oder „das Motiv kaum zu erkennen“ oder „klare einfache Strukturen“ oder „nur wenig auf dem Bild“…?
Ich kann darauf keine genaue Antwort geben, habe ich mich dazu auch nicht speziell belesen. Ich verlasse mich auf meinen eigenen Bauch, was bei mir unter diese Kategorie so alles fallen könnte.
Dazu hier ein paar weitere Beispiel, sozusagen mal die Perspektive aus unterschiedlichen Blickwinkeln zum Minimalismus aufgemacht.
Wie man sieht, kann es sehr unterschiedlich zugehen. Farbe, klare und einfache Strukturen, ein sehr kleines Hauptmotiv oder einfach nur eine klassische „Fehlbelichtung“ – alles ist möglich.
Empfehlen kann ich eigentlich nur, einmal ganz gezielt auf Tour zu gehen und das Motiv „Minimalismus“ als DAS Ziel auszugeben. Es ist dann schon erstaunlich, was das fotografische Auge dann so alles erblickt oder manchmal eben auch nicht…
In diesem Sinne allseits gutes Licht und bis die Tage wieder…